Vergleich & Entscheidungshilfe

Mahlgut, Regranulat oder Neuware – welche Materialform passt zu Ihrer Anwendung?

Mahlgut, Regranulat und Kunststoff-Neuware unterscheiden sich hinsichtlich Rohstoffbasis, Aufbereitung, Materialkonstanz und Einsatzmöglichkeiten. Welche Materialform geeignet ist, hängt von den technischen Anforderungen, dem Verarbeitungsverfahren, der benötigten Qualität sowie möglichen Normen und Freigaben ab. Auch Verfügbarkeit, Menge und Wirtschaftlichkeit sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden.
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Badico Trading erklärt

Was unterscheidet Mahlgut, Regranulat und Neuware?

Mahlgut

Mahlgut entsteht durch die mechanische Zerkleinerung geeigneter Kunststoffreste, beispielsweise aus Angüssen, Fehlteilen oder Produktionsausschuss. Qualität und Einsatzmöglichkeiten hängen insbesondere von Kunststoffart, Sortenreinheit, Farbe und möglicher Verunreinigung ab.
Regranulat

Für Regranulat werden geeignete Kunststoffmaterialien aufbereitet, aufgeschmolzen und erneut granuliert. Je nach Verfahren können Fremdstoffe gefiltert und Materialeigenschaften geprüft oder gezielt angepasst werden. Die tatsächliche Qualität richtet sich nach Ausgangsmaterial, Aufbereitung und Spezifikation.
Kunststoff-Neuware

Neuware wird auf Basis neu hergestellter Polymere produziert. Sie bietet in der Regel eine hohe Materialkonstanz und klar definierte Eigenschaften. Sie kann insbesondere dann erforderlich sein, wenn enge technische, optische oder regulatorische Anforderungen bestehen.

Kurz gesagt: Mahlgut und Regranulat können Neuware in geeigneten Anwendungen teilweise oder vollständig ersetzen. Voraussetzung ist, dass Qualität und Eigenschaften den jeweiligen Anforderungen entsprechen.

Mahlgut, Regranulat und Neuware im Vergleich

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede bei Rohstoffbasis, Aufbereitung, Materialkonstanz, Verarbeitungsform und typischer Verwendung.

Mahlgut, Regranulat und Neuware nach sechs Kriterien im Vergleich
Vergleichskriterium Mahlgut Regranulat Neuware
Rohstoffbasis Zerkleinerte Kunststoffreste Aufbereitete und erneut granulierte Kunststoffe Neu hergestellte Polymere
Aufbereitung Mechanische Zerkleinerung Aufschmelzen, Filtern und Granulieren Herstellung durch den Polymerproduzenten
Materialkonstanz Stark von Herkunft und Sortenreinheit abhängig Je nach Aufbereitung und Prüfung definierbar In der Regel sehr gleichmäßig
Verarbeitungsform Unregelmäßige Mahlgutpartikel Gleichmäßige Granulatform Gleichmäßige Granulatform
Farbgebung Abhängig vom Ausgangsmaterial Abhängig von Materialbasis und Aufbereitung Häufig große Auswahl und hohe Reproduzierbarkeit
Typische Verwendung Geeignete Anwendungen mit tolerierbaren Materialschwankungen Anwendungen mit definierten Anforderungen an Recyclingmaterial Anwendungen mit besonders hohen oder konstanten Anforderungen

Entscheidungshilfe

Welche Materialform eignet sich wann?

Mahlgut kann sinnvoll sein, wenn…
• sortenreine und ausreichend saubere Kunststoffreste vorliegen,
• die Verarbeitung des Materials technisch möglich ist,
• gewisse Schwankungen bei Farbe oder Materialeigenschaften zulässig sind,
• eine direkte Rückführung in die Produktion geprüft werden soll.

Regranulat kann sinnvoll sein, wenn …
• eine gleichmäßige Granulatform benötigt wird
• das Material zusätzlich aufbereitet und gefiltert werden soll
• definierte technische Eigenschaften nachgewiesen werden können
• der Einsatz von Recyclingmaterial für die Anwendung zulässig ist.

Neuware kann sinnvoll sein, wenn …
• besonders konstante Eigenschaften benötigt werden,
• enge Farb- oder Oberflächenanforderungen bestehen,
• bestimmte Normen oder Freigaben erfüllt werden müssen,
• Recyclingmaterial für die Anwendung nicht zugelassen oder nicht geeignet ist.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre.

Compounds & Recompounds

Beratung durch BADICO Trading GmbH

Den passenden Verwertungs- oder Beschaffungsweg mit BADICO finden

BADICO unterstützt Unternehmen bei der Prüfung, Vermarktung und Beschaffung von Kunststoffmaterialien. Dabei werden unter anderem Kunststoffart, Herkunft, Sortenreinheit, Farbe, Zustand, Menge und gewünschte Verwendung berücksichtigt.

Auf dieser Grundlage kann geprüft werden, ob ein Material als Mahlgut eingesetzt, zu Regranulat aufbereitet, gehandelt oder durch eine andere Materiallösung ersetzt werden kann.

  • Eine offene Hand hält weißes Kunststoffgranulat vor einer industriellen Siebanlage.
  • Schräge Ansicht einer Siebanlage mit weißem Kunststoffgranulat auf der gelochten Siebfläche.

Häufige Fragen zu Mahlgut, Regranulat und Neuware

Haben Sie Fragen? Hier finden Sie Antworten

Mahlgut entsteht durch die mechanische Zerkleinerung von Kunststoffresten. Regranulat wird zusätzlich aufgeschmolzen, gegebenenfalls gefiltert und anschließend wieder granuliert.

Nicht grundsätzlich. Die Qualität hängt bei beiden Materialformen von Ausgangsmaterial, Sortenreinheit, Aufbereitung und Qualitätskontrolle ab. Entscheidend ist die Eignung für die jeweilige Anwendung.

Das ist abhängig von der Anwendung. Technische Eigenschaften, Verarbeitbarkeit, Farbgebung sowie bestehende Normen und Freigaben müssen vorab geprüft werden.

Je nach Material und Qualität kommen beispielsweise Angüsse, Fehlteile, Produktionsausschuss, Restbestände oder sortenreine Überbestände infrage. Eine Annahme oder Verwertung ist jedoch immer individuell zu prüfen.

Die Verfügbarkeit technischer Datenblätter und weiterer Nachweise hängt vom jeweiligen Material und Hersteller ab. Benötigte Dokumentationen sollten deshalb bereits bei der Anfrage genannt werden.

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    Andreas Badenjki
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