Wissenswertes

Hydrolysebeständigkeit

Beschreibung (Definition)

Hydrolysebeständigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Materials, seine Eigenschaften bei Kontakt mit Wasser oder Wasserdampf über längere Zeiträume hinweg beizubehalten. Materialien mit hoher Hydrolysebeständigkeit widerstehen chemischen Abbauprozessen, die durch hydrolytische Spaltung entstehen, und sind besonders wichtig in Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit, Temperatur und direktem Wasserkontakt. Diese Eigenschaft ist entscheidend für technische Kunststoffe, die in der Automobilindustrie, Medizintechnik und chemischen Industrie eingesetzt werden.

Beispiel

Ein typisches Beispiel ist Polybutylenterephthalat (PBT), das in Automobilkühlsystemen verwendet wird. Dank seiner Hydrolysebeständigkeit bleibt das Material stabil, auch wenn es dauerhaft Feuchtigkeit und Wärme ausgesetzt ist.

Hydrolysebeständigkeit ist entscheidend, um die Langlebigkeit und Funktionalität von Materialien in feuchten und heißen Umgebungen sicherzustellen. Ohne diese Eigenschaft können Kunststoffe durch chemische Abbauprozesse spröde werden, an Festigkeit verlieren und versagen.

Kunststoffe wie Polyetheretherketon (PEEK), Polybutylenterephthalat (PBT) und thermoplastische Polyurethane (TPU) sind bekannt für ihre hohe Hydrolysebeständigkeit. Sie werden in Anwendungen eingesetzt, bei denen dauerhafte Belastung durch Feuchtigkeit oder Wasserdampf zu erwarten ist.

Die Hydrolysebeständigkeit wird durch beschleunigte Alterungstests geprüft, bei denen Materialien über längere Zeiträume hoher Feuchtigkeit und Wärme ausgesetzt werden. Mechanische und chemische Eigenschaften wie Festigkeit, Elastizität und molekulare Struktur werden vor und nach dem Test verglichen.